Arbeitsrecht Senden - arbeitszeugnis

Arbeitsrecht Senden - arbeitszeugnis

Arbeitszeugnis

Grundsätzlich hat ein Arbeitnehmer während und nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses einen Anspruch auf Ausstellung eines Arbeitszeugnisses. Zu unterscheiden sind insoweit das Zwischen- von Endzeugnis und das einfache vom qualifizierten Arbeitszeugnis.

Ein Zwischenzeugnis wird während des noch bestehenden Arbeitsverhältnisses ausgestellt. Oftmals wird ein Zwischenzeugnis von einem Arbeitnehmer verlangt, weil er sich auf eine andere Stelle bewerben möchte oder, weil er eine Einschätzung seiner Arbeitsleistung durch seinen Arbeitgeber wünscht. Ein Endzeugnis wird stattdessen zum Ende/nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber ausgestellt.

Bei nur kurzer Dauer des Arbeitsverhältnisses stellt der Arbeitgeber lediglich ein einfaches Arbeitszeugnis aus. Dieses enthält keine Angaben über die Leistung und die Führung des Arbeitnehmers.
Ein qualifiziertes Arbeitszeugnis sollte nach der Überschrift eine Einleitung mit den Personalien des Arbeitnehmers und der Dauer des Arbeitsverhältnisses enthalten. Zudem sollte die Tätigkeit, die der Arbeitnehmer ausgeführt hat beschrieben werden. Auch eine Beurteilung der Leistung und des Verhaltens des Arbeitnehmers sollte im qualifizierten Arbeitszeugnis enthalten sein. Seinen Abschluss sollte das Zeugnis in einem Satz finden, mit dem der Arbeitgeber sein Bedauern über das Ende des Arbeitsverhältnisses zum Ausdruck bringt.

Da sich bei der Abfassung von Arbeitszeugnissen längst eine „Geheimsprache“ entwickelt hat, sollte ein Arbeitnehmer stets darauf achten, dass sich hinter harmlos erscheinenden Formulierungen nicht tatsächlich eine negative Bewertung durch den Arbeitgeber verbirgt.

Fachanwaltliche Beratung sollte daher zumindest in den Fällen in Anspruch genommen werden, in denen ein Arbeitnehmer die Formulierungen und Wertungen des Arbeitgebers nicht nachvollziehen kann oder mit diesen nicht einverstanden ist.