Arbeitsrecht Senden - abfindung

Arbeitsrecht Senden - abfindung

Abfindung

Entgegen einer unter Arbeitnehmern weit verbreiteten Annahme bestand bis zur Einführung des § 1a Kündigungsschutzgesetz (KSchG) kein Anspruch eines Arbeitnehmers auf Zahlung einer Abfindung gegenüber seinem Arbeitgeber bei Ausspruch einer Kündigung.

Tatsächlich einigten sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber vor dem Arbeitsgericht jedoch häufig auf Zahlung einer Abfindung, sofern die durch den Arbeitgeber ausgesprochene Kündigung wirksam blieb. Der Arbeitgeber befreite sich mit der Abfindungszahlung von dem Risiko, dem Arbeitnehmer unter Umständen bis zum rechtskräftigen Abschluss des Kündigungsschutzprozesses Arbeitslohn zahlen zu müssen, obwohl der Arbeitnehmer nicht mehr arbeiten musste.

Mit der Einführung des § 1a KSchG wurde erstmals – und nur für den Fall der betriebsbedingten Kündigung – ein gesetzlicher Anspruch auf Zahlung einer Abfindung geschaffen.
Auch wenn die Voraussetzungen des § 1a KSchG nicht erfüllt sind, wird aber auch in Zukunft vor den Arbeitsgerichten über die Zahlung einer Abfindung für den Verlust des Arbeitsplatzes verhandelt werden.
Bei der Höhe der Abfindung ist jedoch zu beachten, dass seit dem 01.01.2006 auf die gesamte Höhe der Abfindung Einkommenssteuer nach der sogenannten „Fünftelregelung“ zu entrichten ist. Diese Minderung der Abfindung muss daher bei einer Verhandlung über die Höhe einer eventuellen Abfindung mitberücksichtigt werden.